Okt 28 2007

Laith Al-Deen in Dortmund

Tag: Allgemeinadmin @ 20:15

Laith Dortmund Gestern war es endlich soweit und es ging zu Laith Al-Deen in die Dortmunder Westfalenhalle 2. Die Halle mit dem Charme eines überdimensionierten Bahnhofsklos drückte nach unserem Eintreffen schon ziemlich die Stimmung, aber kaum war die Klobeleuchtung verloschen und der Schalter der sehenswerten Bühnenbeleuchtung umgelegt, ging es rund in Dortmund.

Was hier geboten wurde verdient das Prädikat “besonders wertvoll”. Nach dem Diane Weigmann, die wir bisher noch nicht kannten, die Halle mit ihrer frischen und frechen Art richtig heiss gemacht hatte, kam Laith Al-Deen oder besser gesagt ein eingeschworenes Team deutscher Erstligamusiker um Laith Al-Deen auf die Bühne, die in allen Stylen und Varianten die Sounds der eher melancholischen aktuellen Scheibe zum Leben und Beben erweckt haben. So wurde aus Deutschrock auf einmal Deutschblues oder “Laithin”-Sound und Dank des Posaunisten und des Trompeters kam noch eine gehörige Portion Big-Band Sound dazu, was wirklich sehens- und hörenswert war.

Kurzum, dieser Auftritt war geprägt von der Liebe zum Detail und es hat sich wirklich gelohnt den Stau auf der A40 zu ertragen. Und wenn nach der Tour eine Livescheibe erscheint, stehen wir im Laden.

Für mich war es der dritte Auftritt und im Vorfeld hatte ich ein wenig Bedenken, dass ich wenig Neues höre, aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Sounds und die Variationen von Bekanntem und Neuem waren so genial, das uns einige kalte Schauer über den Rücken liefen.

Einziger kleiner Wermutstropfen war die Spontanität und das Eingehen auf das Publikum, welches ich schon viel intensiver erlebt habe, aber das ist vielleicht die mittlerweile erreichte Größe und Popularität, die unweigerlich eine gewisse Grenze (Club versus Konzert) aufbaut.

Mal so eine Idee am Rande: Wir haben Rolf Stahlhofen gemeinsam mit Joy Flemming live zusammen in Mülheim gesehen. Wenn wir uns jetzt die Beiden zusammen mit Laith Al-Deen im Trio vorstellen und vielleicht noch ein Max Mutzke (ohne S.R.) und Tom Gable dazu, dann hätten wir ein deutsches Pendant zum legendären “Rat-Pack”, welches sicherlich seinesgleichen suchen würde.